Die massenmediale Tabakpräventionskampagne wurde im Mai 2001 lanciert. Sie ist Bestandteil des nationalen Programms 2001-2008 zur Tabakprävention.
Ihre strategische Konzeption umfasst vier Stadien:
Die Normalisierung:
die Kampagne 2009 «Eigentlich logisch – Weniger Rauch, mehr Leben».
Die BRAVO Tabakpräventionskampagne wird im Jahr 2009 mit dem Slogan «Eigentlich logisch» und dem Claim «Weniger Rauch, mehr Leben» fortgeführt. Das Symbol der geknickten Zigarette und die Farbelemente Blau und Weiss werden aus der BRAVO-Kampagne übernommen. Anhand von authentischen Beispielen welche «eigentlich logisch» sind, werden Gründe aufgezeigt, weshalb «weniger Rauch, mehr Leben» Sinn macht. Nichtrauchen ist heute im gesellschaftlichen Zusammenleben immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Viele gute Gründe sprechen dafür, dass heute weniger geraucht wird und Menschen weniger dem Rauch anderer ausgesetzt sind. Die Kampagne 2009 holt diese guten Gründe bei den Menschen auf der Strasse ab: Verschiedene Personen erzählen auf Inseraten und in TV-Spots, weshalb aus ihrer Sicht «weniger Rauch, mehr Leben» Sinn macht. Diese Aussagen sind «eigentlich logisch» und werden jeweils durch wissenschaftliche Fakten bestätigt. «Eigentlich logisch» wird so zum populären, umgangssprachlichen Ausdruck eines breiten gesellschaftlichen Konsenses gegenüber der Schweizer Tabakpolitik.
Auf den Inseraten wird – wie bereits letztes Jahr – die Rauchstopplinie publiziert. Nehmen die Raucherinnen und Raucher diese Unterstützung in Anspruch so steigt ihre Chance, erfolgreich vom Rauchen loszukommen, um das Dreifache. Das Rauchstopptelefon wird von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention und der Krebsliga Schweiz geführt.
die Kampagne 2008 – «Weniger Rauch, mehr Leben».
Die Kampagne «Weniger Rauch, mehr Leben» ist die Weiterentwicklung der BRAVO-Kampagne. Sie übernimmt deren positive Tonalität, verzichtet aber darauf, Menschen und Organisationen ein «BRAVO» auszusprechen. Die Kampagne macht die neue soziale Norm, das Nichtrauchen, breit sichtbar. Sie bestätigt Nichtraucherinnen und Nichtraucher in ihrem Verhalten und möchte auch Raucherinnen und Raucher für die neue soziale Regel im Umgang mit Tabak gewinnen. Plakate und Inserate kommunizieren schnell, direkt und überraschend die vielen attraktiven Facetten des Nichtrauchens. Dieser neue Auftritt schafft soziale Akzeptanz, sensibilisiert gleichzeitig für die Risiken des Tabakkonsums und fördert den Rauchstopp durch die Publikation der Rauchstopplinie.
Die Bestätigung:
die Kampagne 2006-2007 – «BRAVO – Weniger Rauch, mehr Leben»
2006 erfuhr die Kampagne einen markanten Wandel. Ihre Hauptaussage «Rauchen schadet.._» wurde durch eine positive «BRAVO – Weniger Rauch, mehr Leben.» ersetzt. Die Tabakprävention der letzten Jahre hat einiges bewegt und dies findet sich in einem veränderten Alltag wieder. Die Kampagne zeigte anhand von authentischen Beispielen aus der Schweizer Bevölkerung, dass es möglich ist, rauchfreie öffentliche Räume zu schaffen.
Obwohl der Tabakkonsum auch in der Schweiz kontinuierlich sinkt, ist er mit 29% Raucherinnen und Raucher im Jahr 2006 immer noch auf einem hohen Niveau. Die Kampagne thematisiert im Jahr 2007 diese Etappenerfolge und zeigt die vielen Bereiche, in welchen Nichtrauchen nur sehr langsam zur Norm wird. Die Beispiele aus der Kultur, der Hotellerie, von Medienunternehmen und dem Vereinsleben machen deutlich dass die Tabakprävention überall gewinnbringende und lebensbejahende Wirkungen hat und es sich lohnt mitzumachen. Die Kampagne kommuniziert erneut positiv, zeigt neue Erfolge und festigt den Paradigmenwechsel.
Der Einstellungswandel:
die Kampagne «Uns stinkts!» der Jahre 2004 und 2005
Der
Fokus wurde während zwei Jahren auf das Passivrauchen gelegt. Gemäss
schweizerischen Umfrage zum Tabakkonsum (Tabakmonitoring), war sich
noch immer die Hälfte der Befragten nicht bewusst,, dass auch
regelmässiges Passivrauchen tödliche Auswirkungen haben kann. Zudem
fühlte sich laut dieser Umfrage die absolute Mehrheit der
Nichtraucherinnen und Nichtraucher durch den Tabakrauch belästigt.
Rauchende direkt darauf anzusprechen, galt jedoch weiterhin als Tabu.
Die Kampagne «Uns stinkts!» machte die Meinung dieser grossen Mehrheit
sichtbar und forderte gleichzeitig die Öffentlichkeit auf, sich für das
Recht auf rauchfreie Luft einzusetzen. Die Problemerkennung:
die Kampagne «Rauchen schadet.._» der Jahre 2001 - 2003
Das Programm setzte sich als Ziel, dass die Bevölkerung die Tragweite des Tabakproblems für die öffentliche Gesundheit kennen muss. Tatsächlich zeigte sich, dass Rauchen und Passivrauchen im Jahr 2001 noch immer als normales, alltägliches Verhalten hingenommen und wenig hinterfragt wurde. Daher wurde eine Strategie gewählt, welche die Priorität auf die Problemerkennung setzte. Die Kampagne wurde entsprechend als Informationskampagne konzipiert. Sie kommunizierte sachlich die neusten, wissenschaftlichen Fakten zu den Gesundheitsrisiken des Tabakkonsums.
Weitere Informationen zu Botschaften, Zielen, Budget und Aktionen sind auf der Internet Seite des Bundesamts für Gesundheit zu finden:
hier

